Daumenbruch verhindert den erhofften DM-Medaillengewinn

Julius Bode, Luci Tanner, Luki Schendel 

Wenn das Wörtchen „wenn” nicht wäre …

In diesem Jahr traten unsere drei LaufTalente Julius, Luci und Luki (s. Foto) bislang immer gemeinsam und recht erfolgreich auf, zum Beispiel in der Halle bei den Landesmeisterschaften mit den Platzierungen 1 bis 3 über 1.500m oder im Gelände (LM Cross) als Vize-Landesmeister in der Mannschaftswertung (ganz knapp hinter der LG Braunschweig).
Für die Deutschen Cross-Meisterschaften in Ingolstadt bestand das Ziel darin, sich vor die LG Braunschweig zu setzen und eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. Ein gewiss realistischer Plan, wenn nicht irgendetwas dazwischen käme! Doch „unverhofft kommt oft”: Julius Bode brach sich einen Daumen, musste zur OP ins Krankenhaus und bekam von den behandelnden Ärzten leider „kein grünes Licht” für seinen bevorstehenden DM-Start. 🙁
By the way: Lieber Julius, wir wünschen Dir weiterhin gute Genesung!


Großartige Vorstellung bei erster Deutschen Meisterschaft

kraftvoll und erfolgreich am Berg: Lukas Schendel (Startnummer 563); im Hintergrund: Jan Luca im Verfolgerfeld

Obwohl ohne Julius und somit ohne Mannschaft gingen Jan Luca Tanner und Lukas Schendel hoch motiviert und konzentriert an den Start ihrer ersten Deutschen Meisterschaft. Im und durch den Rennverlauf  entstand zunehmend der Eindruck, dass beide nach dem Motto „jetzt erst recht” agierten. Wenn schon keine Mannschaftswertung, so doch bestmögliche Einzelplatzierungen!  

Erfolgreicher DM-Debütant: Jan Luca Tanner

Von Anfang an hielten sie sich im ersten Drittel der Konkurrenz auf – so wie zuvor mit Trainer Ulli Merkert und Co-Trainerin Saskia Müller abgesprochen. Lukas lief ein konstantes Rennen auf hohem Niveau und platzierte sich letztendlich als 13. und damit als bester Niedersachse; Jan Luca arbeitete sich von Runde zu Runde weiter nach vorn und kam mit nur elf Sekunden Rückstand auf Lukas als 18. des 72 Starter umfassenden Meisterschaftslaufes ins Ziel.
Was für ein tolles DM-Debüt! 🙂

Hier ist Lukas` Eigenbericht von der Cross-DM: „Erstmal hat die ganze Aktion mit einer langen und anstrengenden Fahrt nach Ingolstadt begonnen, die sich über 7 Stunden gestreckt hat. Danach gab es dann leckeres Essen und im Anschluss ging es auch schon schnell ins Bett.
Der Wettkampfmorgen startete mit einem leckeren und ausgiebigen Frühstück und endete mit Sachen packen und der Anfahrt zur DM. Als wir da waren hat sich dann auch schon die Aufregung und Anspannung bemerkbar gemacht, denn so lange war es nicht mehr hin zum Start. Sobald dann nur noch eine Stunde Zeit war, ging es auch eigentlich wie im Flug: Einlaufen, Umziehen, Spikes anziehen und schon standen wir an der Startlinie und der Schuss fiel.

Trainerin Saskia Müller mit ihren Schützlingen

Nach 100 Meter kam ein Steilanstieg, danach eine kurze „Verschnaufpause“ durch mehrere Kurven und leicht abschüssiges Terrain. Der nächste Berg ließ aber nicht lange auf sich warten, denn dann ging es durch eine hügelige Passage mit scharfen Kurven und schwierigem Untergrund, begleitet von ständigem Schrittwechsel und Korrektur. Aber wenn man diesen Part hinter sich gelassen hatte, war man „eigentlich“ schon wieder fast im Ziel, denn dann kam nur noch eine lang gezogene Kurve mit einem Hindernis, die an die Zielgerade mit einem weiteren Hindernis knüpfte. Insgesamt mussten wir uns durch diesen Parkour vier Runden kämpfen. Es war zwar nicht einfach, aber Luci und ich konnten es bewältigen. Zu mindestens hat der Kampf sich gelohnt, im Nachhinein sind dann auch viel bessere Plätze als erwartet entstanden und wir sind uns beide einig, dass wir für unsere ersten Deutschen Meisterschaften mit einem 13. und 18. Platz gut abgeschnitten haben.

Damit fehlt aber noch eine 96erin, die uns beide als Coach unterstützt hat und bei der Gelegenheit, schon mal da zu sein, auch selber gelaufen ist. Leider lief es bei Saskia gar nicht gut, denn sie verschleppte schon seit einigen Tagen eine Krankheit, aber wollte trotzdem an den Start gehen. Aber da hat ihr die Krankheit leider in die Karten gespielt und sie musste das Rennen frühzeitig beenden. Aber was soll`s, das kann jedem passieren. Nicht mehr drüber nachdenken, nach vorne blicken und auf`s nächste Ziel hinarbeiten.”


Lukas Schendel führt den Deutschen Cross-Cup an

Der Deutsche Cross-Cup 2019, unter der Schirmherrschaft des DLV, findet nunmehr im dritten Jahr statt. Die diesjährigen Wertungsläufe sind die Cross-Rennen in Löningen, Pforzheim, Darmstadt sowie die Deutsche Crosslauf-Meisterschaft in Ingolstadt.   

Aktuell steht Lukas Schendel zur Halbzeit, nach 2 von 4 Veranstaltungen, an der Spitze der Punktewertung in der Altersklasse U18. Auf Platz 4 befindet sich sein „LaufTalente-Bruder” Jan Luca Tanner, mit aussichtsreichen Chancen noch unter die Top 3 zu kommen.

(zum Vergrößern bitte anklicken)

Ingolstadt, 09. März 2019