Der Berenbosteler Leichtathlet Lennart Mesecke überzeugt bei der U-23-Europameisterschaft über 3000 Meter – seine Bestzeit läuft er aber nicht. Position sieben bedeutet bei der EM aber einen Podestplatz.

Quelle: Auchter

Leichtathletik. Lennart Mesecke aus Berenbostel gehört zu den besten sieben in Europa – wieder. Bei der EM der U-23-Senioren im polnischen Bydgoszcz rannte er auf der 3000-Meter-Hindernis-Strecke in 8:50,21 Minuten auf diesen 7. Platz, den er vor zwei Jahren schon bei der U-20-EM im schwedischen Eskilstuna belegt hatte. „Ich bin natürlich sehr zufrieden. Denn dieses Jahr waren bis zu zwei Jahre Ältere dabei. Ich wäre auch in zwei Jahren noch für diese U-23-EM startberechtigt“, kommentierte Mesecke.

Im Finale war Mesecke der Drittjüngste im 15-köpfigen Feld. Einzig der Brite Daniel Jarvis und Yohanes Chiappinelli aus Italien waren noch etwas jünger als Mesecke, der Ende April 20 Jahre alt geworden ist. Während der Brite als Letzter ins Ziel lief, bestimmte Chiappinelli das Rennen. Er setzte sich sofort an die Spitze und drückte aufs Tempo. So blieben taktische Geplänkel aus, das Feld zog sich schnell weit auseinander. Vorn liefen Chiappinelli (8:34,33), sein Landsmann Ahmed Abdelwahed (8:37,02) sowie der zweite Brite Jamaine Coleman (8:40,44) den Medaillen entgegen.

Mesecke profitierte in der Verfolgergruppe vom hohen Tempo und lief ein mutiges Rennen. Am Ende kam er nach 8:50,21 Minuten als Siebter an. Nur die erträumte Verbesserung der persönlichen Bestzeit, die er im Mai mit 8:46,89 Minuten in Jena aufgestellt hatte, klappte nicht. Doch auch damit hätte er den vor ihm laufenden Türken Turgay Bayram (8:46,48) als Sechsten nicht verdrängen können. „Ich war total froh, dass ich unter die Top Acht gekommen bin“, meinte der Berenbosteler. Diese acht werden bei internationalen Nachwuchs-Meisterschaften auf dem Podest geehrt.

Das primäre Ziel war für Mesecke ohnehin die Qualifikation für das Finale gewesen. In Bydgoszcz war er im vergangenen Jahr bei der U-20-WM gelaufen – und im Vorlauf ausgeschieden. Dass er Stadion, die Abläufe und die Umgebung nun kannte, half ein wenig. In seinen Vorlauf kam er nach 8:50,89 Minuten als Dritter an. Die jeweils ersten Fünf der beiden Vorläufe holten direkt einen Platz für das Finale, weitere fünf Zeitschnellste kamen ebenso ins Finale. Mesecke löste diese Aufgabe souverän.

(Von Matthias Abromeit, 19.07.17)


Bei den unmittelbar Beteiligten herrscht nach dem Finale volle Zufriedenheit, gepaart mit Stolz, Anerkennung, Freude 

Ja, was soll und kann man zum obigen Zeitungsartikel (Hannoversche Allgemeine) noch ergänzen? Vielleicht nur so viel, dass ihm seine internationalen und nationalen Erfolge in keiner Weise den Kopf verdreht haben; Lennart Mesecke ist ein aufrechter und disziplinierter Athlet ohne jegliche Starallüren.
Ob beim Training oder im Wettkampfkampfgeschehen –  „er kommt bei allen gut an“. Weiter so! 🙂  

Bydgoszcz, 13.-16. Juli 2017